"A-Modul", Installation, Wood, 2010, 600 x 400 x 280 cm |

http://a-modul.de

A-MODUL RAUM 1.6
Die A-Modul Raumzelle von 400 cm x 600 cm, mit allen zum Wohnen erforderlichen Einrichtungen entspricht den funktionalen Anforderungen an die Schiffskabine, die Yacht, das Hausboot oder den Wohnwagen.

Einraumhaus & Think Tank

A- MODUL- nach bauoekologischen Kriterien gebautes Spanntengebaeude
Der schmale einfache Baukoerper wird durch ost- und und westseitige, Verglasung lichtdurchflutet.
Die Holzspanntenkonstruktion schwebt optisch ueber dem Gelaende.

Zur Steigerung des Bootscharakters und zum Ausgleich des Mikroklimas, sowie zur Erhoehung der Sonnenreflexion wurde dem Gebaeude zusaetzlich eine helle Oberflaeche zugeordnet.

Der gesamte Holzbau ist als Einraumhaus erlebbar, und auf kleinstem Raum werden individuelle Wohnansprueche umgesetzt.
Funktionale raumsparende Holzmoebel mit einer Kuechenzeile, die durch eine Regalkonstruktion abgetrennt, und in den Wohnraum integriert ist.

Grosszuegige Verglasungen zur Sonne und dem Garten stehen geschlossene gut gedaemmte fassaden gegenueber.

Wenn der Betrachter diese Plaene prueft, wird er von selbst verstehen, dass die Dimensionierung modulorischer Art sowohl Sicherheit geben wie der schoepferischen Phantasie freien Lauf lassen.

A- MODUL - Idee und Konzeption: Lothar Mattejat

Planung und Ausfuehrung:

Udo Grembowicz & Lothar Mattejat

Stop motion Video about the A- Modul construction.
http://a-modul.de
Etwas wie das A-Modul erwartet man an diesem Ort, einem
Kleingartenverein in Ochsenwerder, nicht unbedingt. Schmale Wege
zwischen klassischen Gartenhäuschen, umsäumt von Bäumen und
Gräsern. Ein kurzer Blick seitwärts über die Hecke, und unweigerlich bleibt
man an diesem irritierenden Ding hängen, das auf seinem Sockel wie ein
Raumschiff über der Erde zu schweben scheint: Wie schön die Form ist,
wie schlicht und einfach – und vor allem, wie heimelig es trotz seines
coolen Designs wirkt. Wer wohnt darin, wer hat es entworfen, gebaut und
vor allem: Wie kommt das hierher?

Das A-Modul ist eine 4,50 Meter breite, transportable Zelle, die alles in
sich komprimiert, was der Mensch zum Wohnen braucht: Küche,
Schlafbereich, Büro alles komplett gegen Schall und Kälte isoliert. Die
Innen- und Außenwand ist mit biegsamem Schiffsspeerholz, Okoumé,
verkleidet, das für Feuchtgebiete geeignet ist. Für die Außenseite kommt
noch Glasfaser hinzu und eine Lotuslackierung – daran perlt der Schmutz
einfach ab: „Praktisch wie ein Stück Yachtrumpf“, fasst Lothar Mattejat die
spezielle Bauweise zusammen. Das A-Modul ist eine Musterhütte mit
Flügeltüren, ein Prototyp, das erste Haus dieser Art und das erste in
einem Schrebergarten. Lange hat er nach dem richtigen Ort dafür gesucht. Die Genehmigung für
den Bau zu bekommen war letztlich nicht schwer: „Die Zeiten haben sich
geändert, nicht jeder Schrebergartenverein ist 90°.“ Manche sind auch
offen für neue Formen. „Wir sind mit den Entwürfen in der Tasche zu den
Vorständen gewackelt, die waren begeistert, haben aber nicht geglaubt,
dass ich das Ding auch baue. Und dann ging’s los.“ Irgendwann stand das
Modul. Umgeben von Erdbeerbeeten, Obstbäumen, einem Gewächshaus
voller Tomatenpflanzen und Blumenflächen. Eine schicke, geflieste
Nasszelle mit Dusche, Toilette und Sonnensegel steht gleich nebenan, eine
Küchenspüle befindet sich außen am Treppenaufsatz. Über vier Jahre hat es von der anfänglichen Idee bis zum fertigen A-Modul
gedauert. „Bist im Matsch zugange, gehst kurz duschen, machst die Tür
auf, machst sie zu und bist in so einer Hightechzelle. Mitten in der Natur
eine autarke Hülle zu haben, eine Art mobiles Think Tank“, erläutert
Lothar Mattejat die Grundidee, die aus seiner Arbeit in und mit Räumen
entstanden ist. „Die Form des A-Moduls entwickelte sich aus seiner Malerei
heraus, hier taucht sie in verschiedensten Variationen immer wieder auf.
In seinen Bildern finden sich auch weitere optionale Module, die mit dem
ursprünglichen Teil zusammengesetzt werden könnten: „Momentan
konstruiere ich ein Mittelstück, durch das du vielleicht sternförmig
reingehen kannst oder atriumsmäßig mit einer Kurve – man kann da
schon noch so einiges machen“, sinniert Lothar.

Vor allem kann man mit dem A-Modul in Serie gehen. Ein spannender
möglicher Ort dafür wäre Brasilien: „Zur Olympiade 2016 ein
Bungalowdorf in die Hänge reinzubauen und dann gucken die Röhren, die
Module offen raus... .“ Ein schönes Bild.

Letztes Jahr entstand während der Sommermonate bereits ein
regelrechter Modul-Tourismus. In diesem Sommer bietet das A-Modul
optisch noch mehr: von unten beleuchtet, scheint es nahezu schwerelos
mitten im Schrebergarten zu schweben